Saltwater Flyfishing with Michael Mauri

In February 2018 I headed over to the states to visit my close friend Michael Mauri and his wife Emily. 

After a week of fishing with lots of great memories, you can watch my trailer for his guiding activities now on YouTube. Check it out!

 

more info on www.mauriflyfishing.com

 

Tight lines

Kristof

Run Wild Run Free: 50 Years of Wild and Scenic Rivers Act

Mit dem "Wild and Scenic Rivers Act" wurde 1968 in den USA ein Gesetz erlassen, mit dem wertvolle Flüsse geschützt werden und somit nicht der Wasserkraft oder anderen Einflüssen zum Opfer fallen. Anlässlich des 50-jährigen Bestehen wurde ein wirklich gelungener Film gedreht, der die Geschichte des Gesetzes sowie allerhand davon betroffener Flüsse in sehr schönen Bildern vermittelt. 

 

Vielleicht ist etwas Ähnliches auch in anderen Teilen der Welt irgendwann einmal Realität, lieber früher als später...

 

Viel Spaß damit!

 

Church


Fischertreffen im Berner Oberland

Vergangene Woche machten wir - Kris, Lukas und ich - uns erneut auf, um die Gewässer im Berner Oberland unsicher zu machen. Schnell war der gute alte Kombi bis oben hin vollgepackt mit Wathosen, Zelt,

Bellybooten, Kameraequipment und natürlich so einigem an Tackle.

Nach einem frühen Aufstehen kamen wir bereits mittags am Brienzer See an, wo wir unser Glück auf Hechte versuchten – leider erfolglos. Doch bei warmem Spätsommerwetter tröstet ein erfrischendes Bad im See über

ausbleibenden Angelerfolg hervorragend hinweg. Abends trafen wir dann auf unseren Freund und "Host" Matthias Meyer. An dieser Stelle ein dickes Danke an ihn und seine Familie! Den Tag beendeten ein Paar neugierige Eglis (Barsche).

Am nächsten Tag ging es durch atemberaubendes Bergpanorama rauf auf den Grimselpass, wo wir bei Wind und Wetter einige bildhübsche Forellen im Totensee vom Bellyboot aus fingen.

Der stellenweise heftige Nebel gab dieser spaßigen Fischerei einen besonderen, fast mystischen Touch. Am späten Abend kam schließlich auch der letzte Fischerfreund in Innertkirchen an – Jonas Hölz.

Lange hat es gedauert bis es endlich mal geklappt hat gemeinsam fischen zu gehen, und dann gleich im Berner Oberland, besser geht’s nicht!

Am darauf folgenden Tag wurden in aller früh die Hechtruten montiert und der Brienzer See mit Bellybooten und Bassboat von Matthias´Arbeitskollegen durchkämmt. Zwei kleinere Hechte und einige Nachläufer und Fehlbisse waren das Ergebnis, ich verlor gegen Ende noch einen geschätzten mittsiebziger im Drill. Alles in Allem ein mehr als gelungener Vormittag, bevor wir drei Danica Dudes uns der feinen Bachfischerei im Oberlauf der Hasliaare widmeten. Neben unglaublicher Kulisse wurden wir mit wunderschön gezeichneten Bachsaiblingen und Bachforellen auf Trockenfliege und Nymphe belohnt, herrlich! 

Tags darauf ging es dann erneut mit der ganzen Mannschaft an zwei kleinere Seen – den Geschinersee und nochmal den Totensee. Lukas war der Einzige, der ein größeres Exemplar der scheuen Forellen des Geschinersees überlisten konnte, welche abends zusammen mit Hecht- und Seeforellenfilets köstlich zubereitet wurde. Am Totensee auf 2160 m konnten wir trotz 4 Grad Celsius einige, wenn auch kleine Forellen, zum Steigen auf gezogene Trockenfliegen überreden, der erhoffte Namaycush blieb leider aus.

Am letzten Tag teilten wir uns auf: Kris und Lukas machten nocheinmal einige der umliegenden Bäche unsicher, während Matthias, Jonas und ich uns nochmal die Hechte im Brienzer See vorknöpften. Um es kurz zu fassen – wir kamen alle auf unsere Kosten! Die Jungs verhafteten einige wunderschöne Forellen, fast durchweg auf Trockenfliege in teils beachtlichen Größen, Jonas fing zwei Hechte, darunter einen schönen 77er und ich verlor einen 60er nach einigen Drillminuten im Totholz – schade, aber immerhin drangehabt! Der

krönende Abschluss war allerdings der Fang einer wundervollen Seeforelle von Matthias, ein absolutes Highlight für uns alle!

Nun sind wir alle mega vom Seeforellenfischen angefixt und freuen uns schon auf das nächste Jahr! Es war ein wunderbarer Trip, der unbedingt wiederholt werden muss!

 

Church


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Neue Rekorde in der Wassertemperatur unserer Flüsse

Messstation Jochenstein (Donau), Neuer Höchstwert von 22,3 °C (Quelle: www.nid.bayern.de)
Messstation Jochenstein (Donau), Neuer Höchstwert von 22,3 °C (Quelle: www.nid.bayern.de)

Die aktuelle Hitzewelle bereitet unseren Fischen massive Probleme. Täglich werden neue Rekorde gebrochen, viele Salmonidengewässer liegen bereits über den Grenzwerten, die für Forellen, Äschen und Huchen ertragbar sind. Doch nicht nur das Klima ist schuld daran, es fehlt auch an Schatten.

Gelb: hohe Temperatur | Rot: neuer Höchstwert (Quelle: www.nid.bayern.de)
Gelb: hohe Temperatur | Rot: neuer Höchstwert (Quelle: www.nid.bayern.de)

Ein jeder Staubereich eines Wasserkraftwerks sammelt in diesen Tagen enorm viel Wärme. An vielen kleinen Bächen fehlt zudem der natürliche Sonnenschutz in Form von Ufergehölzen und auch badende Menschen sorgen vor allem in Bayerns Landeshauptstadt München für zusätzlichen Stress.

 

Die Folgen sind schwer abschätzbar, aber vielen Fischen wird es wohl durch den Rückgang des gelösten Sauerstoffs recht flau im Magen, deshalb haben sich viele Fischereivereine deshalb dazu entschieden, das Fischen an ihren Gewässern einzustellen oder Fische in flussauf-gelegene, kühlere Abschnitte umzusiedeln. Aber auch ein E-Fischen kommt bei so hohen Temperaturen aus Stress-Gründen nicht mehr in Frage. 

 

Jedoch ist vermutlich jedem klar, dass solch eine Hitzewelle in den kommenden Jahren immer häufiger auftreten wird.

Umso wichtiger ist es deshalb, die natürlichen, schattenspendenden Gewässerstrukturen wieder zu schaffen und die Nutzung der Gewässer in Teilbereichen zu überdenken.

 

Hoffen wir für unsere Fische das beste und tragen selbst zu ihrer Schonung bei.

 

Kristof 


1st European Rivers Summit - Sarajevo

Am Wochenende vom 27. bis 29. September findet in Sarajevo, Bosnien und Herzegowina, ein Festival zum Schutz der letzten Wildflüsse des Balkans statt.

 

Das sagt der Veranstalter "Balkanrivers" dazu:

"From September 27 to 29, we will hold a first European Rivers Summit, which will take place in Sarajevo. Goal of the meeting is to bring together river lovers and initiatives from all over Europe in order to exchange experience, develop ideas and network. The summit ends with a public Balkan Rivers open-air concert featuring artists from the Balkan region. Please share and save the date! "

 

Vorraussichtlich werden Kristof und ich zusammen mit einigen Kommilitonen dieses Event besuchen - um sich mit anderen auszutauschen, zu informieren und gemeinsam für die wunderschönen Flüsse des Balkans stark zu machen! 

 

Mehr dazu hier.

 

Wer überlegt ebenfalls daran teilzunehmen möge sich bitte bis zum 31. August anmelden, die Registrierung ist natürlich kostenlos. Einfach eine kurze Mail mit Name, Organisation (falls vorhanden) und Heimatland an Cornelia Wieser schicken ;)

cornelia.wieser@riverwatch.eu

 

Kommt mit und setzt euch für die letzten unberührten Wildflüsse Europas ein! 

 

Church


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Die Bedeutung von Totholz in unseren Gewässern

Totholz, natürlicherweise ein fester Bestandteil in unseren Flüssen und Bächen, hat eine enorme Bedeutung für das gesamte Ökosystem. Wurden früher noch fast jeder Ast und Baum aus den Flüssen entfernt, so werden diese mittlerweile wieder gezielt eingebracht, um den Gewässerzustand zu verbessern.

 

Im Folgenden ist die Bedeutung des Totholzes einmal kurz dargestellt:

  1. Totholz bietet Lebensraum für Kleinlebenwesen (zB Insektenlarven) und Fische. Teilweise wird es sogar direkt als Nahrungsquelle genutzt, z.B. von Organismen, die sich von dem auf dem Holz befindlichen Biofilm ernähren.
  2. Totholz beeinflusst die Struktur der Gewässer: es bewirkt die Ausbildung einer hohen Strömungs- und Tiefenvarianz und führt so zu einer größeren Habitatvielfalt.
  3. Totholz wirkt sich positiv auf Umsetzungsprozesse im Gewässer aus. So verstärkt es die Selbstreinigungskraft und die Nährstoffumsetzung sowie das Retentionsvermögen des Gewässers.

Natürlich lässt sich auch kein Angler solche "Hotspots" entgehen, nur weiß er vielleicht nun um die Bedeutung solcher Strukturen als kleinräumiges Habitat für jede Menge von Organismen.

 

Wir setzen uns dafür ein, solche Strukturen zu erhalten und neue zu schaffen, an Orten, die mittlerweile stark verbaut und begradigt sind.

 

Tight lines

Church


Querbauwerke erfassen mit der AMBER App

AMBER - Adaptive Management of Barriers in European Rivers

 

Das AMBER Projekt ist unter Anderem gefördert aus Mitteln des Europaprogramms "Horizon 2020" und zielt auf ein angepasstes Management der Dämme und Wehre von Europas Flüssen ab, um die Konnektivität der einzelnen Lebensräume im Längsverlauf eines Flusses zu verbessern oder wieder zu schaffen.

 

Um die Problemstellen zu erfassen, wurde vor einiger Zeit eine App entwickelt, mit der jedermann Stau- und Wehranlagen, Düker, Schleusen, oder Sohlrampen erfassen kann, die fortan auf der digitalen Karte angezeigt werden.

 

Das aktuelle Bild ist erschreckend. Zwar gibt es nach meiner Recherche noch kaum Daten über den Zustand in Deutschland, aber alleine Bilder von Frankreich sorgen, zumindest bei mir, für Gänsehaut.

 

Aber seht selbst und ladet Euch die App auf Euer Smartphone!
Und beim nächsten Querbauwerk, hinter dem sich die Fische(-r) tummeln, vergesst nicht ein Foto zu machen und das Querbauwerk zu erfassen.

 

Helft mit, das AMBER Projekt zu unterstützen, weitere Infos gibts auf  amber.international

 

Tight lines

Kristof


Die Schweiz - Wilde Forellen, weiße Berge und ein Zelt

Wenn ich auf meine vergangenen Reisen zurückblicke, dann ist die Schweiz dasjenige Land, das meine Einstellung zu Ökosystemen und der Natur im Allgemeinen am meisten beeinflusst hat. Das ist auch zu einem großen Teil Matthias Meyer zu verdanken, der mich in meinem Praktikum in Innertkirchen auf die beste Art und Weise malträtierte, die man sich vorstellen kann - am Fluss. Ich verbrachte 2017 ein halbes Jahr dort und hatte rund um die Uhr mit Seeforellen zu tun. Ich konnte kaum glauben, was ich über diese Fischart von Matthias lernen und beobachten konnte.

 

Vor kurzem planten Church und ich, zusammen mit unserer Freundin und Kommilitonin Carla einen Kurztrip in die Schweiz, beim Ort blieb ich eisern, denn ich konnte es kaum erwarten, Matthias und die anderen ehemaligen Arbeitskollegen wieder zu treffen. Es sollte ein unvergessliches Wochenende werden.

Unser Plan bestand darin, einige Nächte am Brienzer See zu campen und es eine Nacht hoch oben in den Bergen zu versuchen. Davon wurde uns jedoch stets abgeraten - es war immerhin noch Mai und in der Schweiz liegen zu dieser Zeit oberhalb der Baumgrenze noch bis zu 6 Meter Schnee...wir dachten kurz an ein Iglu...

 

Denkt man an die Schweiz, stellt man sich schneebedeckte Berge, Wasserfälle und kristallklare Wildbäche vor, hinter jedes der drei konnten wir bereits bei der Ankunft einen Haken setzen.

Die Schweiz beeindruckt einfach in so vielerlei Hinsicht, und wir konnten es kaum erwarten am nächsten Tag loszustarten.

 

 

 


Neben Matthias trafen wir auch Florian Böttcher, einen herausragenden Fliegenwerfer und Fischer, der uns mit in die Schlucht begleitete. Das Fischen in der Schlucht ist genauso schön wie gefährlich, ohne Matthias wären wir bereits nach wenigen Hundert Metern umkehren können, doch mit ihm hatten wir einen Guide, der den Fluss wie seine Westentasche kennt und uns half, die richtigen Schritte im Fluss zu setzen ohne unser Leben zu riskieren.

Auch Carla, die das erste mal in ihrem Leben in einer Wathose steckte, machte sich prima und so genossen wir einen sagenhaften Tag in atemberaubender Natur.

 

Am letzten Tag unserer Reise wollten wir uns das Wildcampen aber doch nicht vermiesen lassen und so fuhren wir in ein etwas abseits gelegenes, rund 2000 m hoch gelegenes Tal, und schlugen am Südhang oberhalb der Baumgrenze unser Zelt auf. Für uns alle war das der wohl wunderbarste Ort an dem wir je eingeschlafen und durch das Pfeifen der Murmeltiere wieder aufgewacht sind. 

 

Ein Riesen Dank geht an Matthias für seine Gastfreundschaft und Hilfe, sowohl was die Organisation betrifft als auch in seiner lebensrettenden Funktion in der Schlucht. Jede Sekunde die wir zusammen verbracht haben war voller Inspiration und Freude, und nie konnten wir davon lassen uns über die Ökologie und Forschung zu unterhalten.

 

Kurz vor unserer Abreise nach Deutschland hatten wir noch die Gelegenheit, das gesamte Ökologie-Team der KWO (Kraftwerke Oberhasli) am Wasser zu treffen,für mich einer der schönsten Momente, alle Arbeitskollegen nach so langer Zeit wieder zu sehen.

 

Die Schweiz offenbarte sich für uns drei erneut als einmaliges Paradis. Wir haben in der kurzen Zeit so viel erlebt, dass uns die vier Tage vorkamen wie zwei Wochen, aber es gibt noch viel mehr zu sehen, ein weiterer Grund spätestens nächstes Jahr wieder nach Innertkirchen zu fahren.

 

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Kristof

5 Gründe für widerhakenlose Fliegen

Wir machen es selbst und wollen auch andere dazu ermutigen, in Zukunft den Widerhaken anzudrücken oder gleich wegzulassen. Hier sind 5 Gründe wieso!

1. Eigener Schutz

Egal ob Anfänger oder Profi, ein jeder hatte sicherlich den Haken schonmal an einer unangenehmen Stelle hängen, sei es nur in der zuvor dichten Wathose. 

Ausgelöst durch Wind oder Wurffehler kann die Fliege schnell ihre Richtung ändern, und zwar genau dahin, wo sie nicht hin soll. Wir ersparen euch grausame Bilder von Fliegen im menschlichen Auge...

 

2. Verletzungen untermassiger Fische

Ein zweiter, besonders wichtiger Punkt ist schonende Zurücksetzen untermäßiger oder geschonter Fischarten, meist Äschen oder Bachforellen. Ein Widerhaken sorgt dafür, dass der Fisch länger dem Stress im Drill ausgesetzt ist und eine stärkere Verletzung davon trägt als die eines Hakens ohne Widerhaken.

3. Haltbarkeit deiner Fliegenbox

Sicherlich ein weniger bedeutender Punkt ist der Schaumstoff Eurer Fliegenbox, der sich bei widerhakenlose Fliegen bedanken wird und nicht so schnell ausfransen wird.

4. Kaum mehr Fischverlust

Oft sagt man den widerhakenlosen Fliegen nach, mit ihnen verliere man wesentlich mehr fische. Der geübte Angler, der im Drill stets Spannung auf seiner Schnur hält, wird aber wissen, dass die Verlustrate lächerlich geringer ist, als mit Widerhaken. Und was ist das Problem, wenn sich der ein oder andere Fisch im Drill verabschiedet?

5. Gutes gewissen

Zu wissen, dass untermaßige Fische in der Regel schadenfrei wieder zurückgesetzt werden können und man selbst im Falle eines Querfliegers keine großen Sorgen haben braucht, sorgt für ein gutes Gewissen und macht macht das Fischen mit widerhakenlosen Fliegen für uns zu einer Selbstverständlichkeit, die wir hoffentlich bald auch bei anderen Fliegen- und Spinnfischern sehen können.

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Kristof