Fischertreffen im Berner Oberland

Vergangene Woche machten wir - Kris, Lukas und ich - uns erneut auf, um die Gewässer im Berner Oberland unsicher zu machen. Schnell war der gute alte Kombi bis oben hin vollgepackt mit Wathosen, Zelt,

Bellybooten, Kameraequipment und natürlich so einigem an Tackle.

Nach einem frühen Aufstehen kamen wir bereits mittags am Brienzer See an, wo wir unser Glück auf Hechte versuchten – leider erfolglos. Doch bei warmem Spätsommerwetter tröstet ein erfrischendes Bad im See über

ausbleibenden Angelerfolg hervorragend hinweg. Abends trafen wir dann auf unseren Freund und "Host" Matthias Meyer. An dieser Stelle ein dickes Danke an ihn und seine Familie! Den Tag beendeten ein Paar neugierige Eglis (Barsche).

Am nächsten Tag ging es durch atemberaubendes Bergpanorama rauf auf den Grimselpass, wo wir bei Wind und Wetter einige bildhübsche Forellen im Totensee vom Bellyboot aus fingen.

Der stellenweise heftige Nebel gab dieser spaßigen Fischerei einen besonderen, fast mystischen Touch. Am späten Abend kam schließlich auch der letzte Fischerfreund in Innertkirchen an – Jonas Hölz.

Lange hat es gedauert bis es endlich mal geklappt hat gemeinsam fischen zu gehen, und dann gleich im Berner Oberland, besser geht’s nicht!

Am darauf folgenden Tag wurden in aller früh die Hechtruten montiert und der Brienzer See mit Bellybooten und Bassboat von Matthias´Arbeitskollegen durchkämmt. Zwei kleinere Hechte und einige Nachläufer und Fehlbisse waren das Ergebnis, ich verlor gegen Ende noch einen geschätzten mittsiebziger im Drill. Alles in Allem ein mehr als gelungener Vormittag, bevor wir drei Danica Dudes uns der feinen Bachfischerei im Oberlauf der Hasliaare widmeten. Neben unglaublicher Kulisse wurden wir mit wunderschön gezeichneten Bachsaiblingen und Bachforellen auf Trockenfliege und Nymphe belohnt, herrlich! 

Tags darauf ging es dann erneut mit der ganzen Mannschaft an zwei kleinere Seen – den Geschinersee und nochmal den Totensee. Lukas war der Einzige, der ein größeres Exemplar der scheuen Forellen des Geschinersees überlisten konnte, welche abends zusammen mit Hecht- und Seeforellenfilets köstlich zubereitet wurde. Am Totensee auf 2160 m konnten wir trotz 4 Grad Celsius einige, wenn auch kleine Forellen, zum Steigen auf gezogene Trockenfliegen überreden, der erhoffte Namaycush blieb leider aus.

Am letzten Tag teilten wir uns auf: Kris und Lukas machten nocheinmal einige der umliegenden Bäche unsicher, während Matthias, Jonas und ich uns nochmal die Hechte im Brienzer See vorknöpften. Um es kurz zu fassen – wir kamen alle auf unsere Kosten! Die Jungs verhafteten einige wunderschöne Forellen, fast durchweg auf Trockenfliege in teils beachtlichen Größen, Jonas fing zwei Hechte, darunter einen schönen 77er und ich verlor einen 60er nach einigen Drillminuten im Totholz – schade, aber immerhin drangehabt! Der

krönende Abschluss war allerdings der Fang einer wundervollen Seeforelle von Matthias, ein absolutes Highlight für uns alle!

Nun sind wir alle mega vom Seeforellenfischen angefixt und freuen uns schon auf das nächste Jahr! Es war ein wunderbarer Trip, der unbedingt wiederholt werden muss!

 

Church


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Neue Rekorde in der Wassertemperatur unserer Flüsse

Messstation Jochenstein (Donau), Neuer Höchstwert von 22,3 °C (Quelle: www.nid.bayern.de)
Messstation Jochenstein (Donau), Neuer Höchstwert von 22,3 °C (Quelle: www.nid.bayern.de)

Die aktuelle Hitzewelle bereitet unseren Fischen massive Probleme. Täglich werden neue Rekorde gebrochen, viele Salmonidengewässer liegen bereits über den Grenzwerten, die für Forellen, Äschen und Huchen ertragbar sind. Doch nicht nur das Klima ist schuld daran, es fehlt auch an Schatten.

Gelb: hohe Temperatur | Rot: neuer Höchstwert (Quelle: www.nid.bayern.de)
Gelb: hohe Temperatur | Rot: neuer Höchstwert (Quelle: www.nid.bayern.de)

Ein jeder Staubereich eines Wasserkraftwerks sammelt in diesen Tagen enorm viel Wärme. An vielen kleinen Bächen fehlt zudem der natürliche Sonnenschutz in Form von Ufergehölzen und auch badende Menschen sorgen vor allem in Bayerns Landeshauptstadt München für zusätzlichen Stress.

 

Die Folgen sind schwer abschätzbar, aber vielen Fischen wird es wohl durch den Rückgang des gelösten Sauerstoffs recht flau im Magen, deshalb haben sich viele Fischereivereine deshalb dazu entschieden, das Fischen an ihren Gewässern einzustellen oder Fische in flussauf-gelegene, kühlere Abschnitte umzusiedeln. Aber auch ein E-Fischen kommt bei so hohen Temperaturen aus Stress-Gründen nicht mehr in Frage. 

 

Jedoch ist vermutlich jedem klar, dass solch eine Hitzewelle in den kommenden Jahren immer häufiger auftreten wird.

Umso wichtiger ist es deshalb, die natürlichen, schattenspendenden Gewässerstrukturen wieder zu schaffen und die Nutzung der Gewässer in Teilbereichen zu überdenken.

 

Hoffen wir für unsere Fische das beste und tragen selbst zu ihrer Schonung bei.

 

Kristof