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Neue Rekorde in der Wassertemperatur unserer Flüsse

Messstation Jochenstein (Donau), Neuer Höchstwert von 22,3 °C (Quelle: www.nid.bayern.de)
Messstation Jochenstein (Donau), Neuer Höchstwert von 22,3 °C (Quelle: www.nid.bayern.de)

Die aktuelle Hitzewelle bereitet unseren Fischen massive Probleme. Täglich werden neue Rekorde gebrochen, viele Salmonidengewässer liegen bereits über den Grenzwerten, die für Forellen, Äschen und Huchen ertragbar sind. Doch nicht nur das Klima ist schuld daran, es fehlt auch an Schatten.

Gelb: hohe Temperatur | Rot: neuer Höchstwert (Quelle: www.nid.bayern.de)
Gelb: hohe Temperatur | Rot: neuer Höchstwert (Quelle: www.nid.bayern.de)

Ein jeder Staubereich eines Wasserkraftwerks sammelt in diesen Tagen enorm viel Wärme. An vielen kleinen Bächen fehlt zudem der natürliche Sonnenschutz in Form von Ufergehölzen und auch badende Menschen sorgen vor allem in Bayerns Landeshauptstadt München für zusätzlichen Stress.

 

Die Folgen sind schwer abschätzbar, aber vielen Fischen wird es wohl durch den Rückgang des gelösten Sauerstoffs recht flau im Magen, deshalb haben sich viele Fischereivereine deshalb dazu entschieden, das Fischen an ihren Gewässern einzustellen oder Fische in flussauf-gelegene, kühlere Abschnitte umzusiedeln. Aber auch ein E-Fischen kommt bei so hohen Temperaturen aus Stress-Gründen nicht mehr in Frage. 

 

Jedoch ist vermutlich jedem klar, dass solch eine Hitzewelle in den kommenden Jahren immer häufiger auftreten wird.

Umso wichtiger ist es deshalb, die natürlichen, schattenspendenden Gewässerstrukturen wieder zu schaffen und die Nutzung der Gewässer in Teilbereichen zu überdenken.

 

Hoffen wir für unsere Fische das beste und tragen selbst zu ihrer Schonung bei.

 

Kristof