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Das ist er! Oder doch nicht?!

Wir sind Huchenfischen an unserem Heimatgewässer, der Isar.

Nach ein paar erfolglosen Wehren und keinem einzigen Fischkontakt, nicht einmal der ein oder anderen folgenden Forelle auf unsere Streamer, sind wir auf dem Weg zu unserer letzten Stelle des Tages.

 

Das Licht wird jetzt, in den letzten Tagen des Jahres sehr schnell weniger, also ging es noch schnell zum Oberföhringer Wehr, einem Eldorado für den Huchen.

 Wir probieren unser Glück an einem schnellen aber nicht zu tiefen Zug mit der Hoffnung auf den ersehnten Huchenbiss. Mit etwas Abstand zwischen uns und der nun beschwerten Fliege nah am Grund steigt die Spannung bei jedem weiteren Wurf, irgendwann muss er schließlich beißen.

 

Auf einmal Lukas hängt fest, soweit nichts neues, an dieser Stelle gibt es eine Vielzahl von Möglichkeiten, seine Fliegen zu verlieren.

Doch auf einmal fängt er auch noch an zu schreien, als er merkt, dass sich am anderen Ende der Schnur etwas bewegt. Für mich ein klares Zeichen, endlich der ersehnte Huchen!

 

Meine Velocity Rolle macht ihrem Namen alle Ehre und ich renne, so schnell es mich Strömung und Wathose zulassen, zu ihm flussauf. 

Der Fisch scheint groß zu sein, tiefe Schläge, die Rute voll im Anschlag und er bleibt am Grund. Lukas muss ihm ganz schön Paroli bieten.

 

Irgendwann sehen wir eine Flanke aufblitzen, nach einem Huchen sieht das aber nicht aus...!
Was dann folgt ist ein Lachanfall, nachdem wir feststellen müssen, dass Lukas eine riesige Nase quer gehakt hat. Die Euphorie schafft es, die innere Frustration etwas zu kompensieren, aber dennoch, es wär mal an der Zeit gewesen...

 

Solche Dinge passieren, und sie passieren gefühlt zu Hauf, wenn man noch keinen großen Huchen gefangen hat. Aber wir bleiben dran, das mit der Nase haben wir jetzt schonmal hinter uns. Und wie wir sehen, Futter für den großen Räuber in diesem Zug ist ja wohl vorhanden!

 

Tight lines 

Kristof

Danica Dudes Flyfishing Blog - Bayern, Germany, Munich, München, Deutschland Fliegenfischen